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Prinzipien und Proritäten

Entscheidung

  • vor bestimmten Booten oder einer Gruppe von Booten an der nächsten Wendemarke zu sein oder
  • Schnellstmöglich zu der Wendemarke zu kommen

Gründe für die Entscheidung liegen im Zusammenwirken von vier Faktoren

  • längerfristige Windprognosen
  • unvorhersagbare, kurzfristige Böen und Winddrehungen
  • Bedingungen auf Langstreckenrennen
  • Bedingungen auf Dreiecksregatten

Beispiel für weitgehend stetigen Wind mit nur kleineren Schwankungen

  • zwei Gruppen a 2 Boote am Wind
  • Gruppe 1 nutzt die Schwankungen(Windwellen)
  • Gruppe 2 bleibt an ihrem Generalkurs
  • Gruppe 1 wird Gruppe 2 stetig davon ziehen
  • die beiden Boote jeder Gruppe haben fast den gleichen Wind und bleiben deshalb dicht beieinander
  • Gruppe 1 wird den meisten Vorteil ziehen, wenn es sich soweit wie möglich von Gruppe 2 entfernt

Beispiel 2 jedoch in einer thermischen Brise mit unvorhersagbare, kurzfristige Böen und Winddrehungen

  • über längere Sicht wird Gruppe 1 der andere Gruppe genauso davon laufen
  • während der ersten Minuten, wenn sich die Gruppen voneinander entfernen, und beginnen, in verschiedenm Wind zu segeln,
    • werden die
      • zufällig auftretenden
      • unvorhersehbaren
      • kurzzeitigen
        • Böen
        • Windlöcher
        • Schwachwindgebiete
      • jedes Bootspaar mehr benachteiligen, als es Vorteile aus den vorhersagbaren Windwellen ziehen kann
    • wenn sowohl kontinuierlich wiederkeherende Schwankungen(Windwellen)
    • als auch kurzzeitige, zufällige Faktoren vorhanden sind
      • die ersteren die langfristige Taktik bestimmen
      • während die Zufälligkeiten die Entscheidungen des Moments erfordern
    • auf die Länge einer Regatta gesehen wird nur gewinnen,
      • wer die Windschwankungen perfekt vorhersagt
      • und deshalb der Flotte wegsegelt, um sie auszunutzen
    • er geht das Risiko ein in den zufälligen Schwankungen kurzfristig zu verlieren
    • der Unterschied zwischen langfristigen und kurzfristigen Vorteilen ist eine zentrale Entscheidung erfolgreicher Steuerleute
    • Bei Langstreckenrennen ist es am sichersten, die kurzzeitigen, zufälligen Faktoren nicht zu beachten und die Regattataktik auf die länger anhaltenden Windmuster abzustimmen
    • in Dreiecksregatten (up an down) gibt es folgende zusätzliche Faktoren
      • jedes Rennen besteht aus mehreren Kursen (am Wind, raumschots, vor Wind) mit mehreren Runden
      • jede Tonne macht aus zwei Booten einen Gewinner und einen Verlierer
      • die Auswirkungen der Wegerechtsregeln verschaffen dem Innenlieger große Vorteile
      • jeder Schenkel ist ein Rennen für sich mit der Aufgabe entweder vor dem nächsten Konkurrenten oder als Innenlieger an der Tonne zu sein
      • die Schenkel sind so kurz, daß die Auswirkungen von
        • zufällig auftretenden
        • unvorhersehbaren
        • kurzzeitigen
          • Böen
          • Windlöchern
          • Flautenlöchern

von entscheidender Bedeutung auf jedem Schenkel sind

  • in dieser Situation eines gedrängten Nebeneinanders verbessert
    • ein kleiner Vorsprung oder taktischer Vorteil
      • um frei vor dem Gegner wenden zu können
      • um eine Überlappung aufzubrechen
      • um als Innenlieger die Tonne zu runden

die eigene Position schon um mindestens einen Platz

  • jeder kleine Verlust mit taktischem Nachteil verschlechtert die Positon um möglicherweise mehrere Plätze
  • das belohnt eine konservative Haltung und Intuition wird bestraft.