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RS aero IDM / Travemünder Woche

Termin: 21.07.2018 bis 24.07.2018

Ort: Travemünde

Die diesjährige Travemünder Woche entsprach leider nicht den Erwartungen, die man an eine solche Veranstaltung haben kann.

Es wurde der Camping an der Tornadowiese gestrichen und  an den Grünstrand verlegt, der 1,8 km entfernt lag. Auf der Tornadowiese allerdings mussten zwingend die Boote liegen, was mit IN/OUT Checkpoint vor Ort auch nicht umgangen werden konnte und sogar laut Segelanweisung mit Strafpunkten belegt werden konnte, wenn man woanders startete.

So hatten wir jeden Tag eine Anreise vom Camping bis Startschiff Regattabahn "Hotel" von etwa 2:30 h. Bei wenig Wind brauchte man sehr lange,  um zum Startschiff zu segeln/pumpen.

Der Camping wurde sehr bürokratisch und kleinlich verwaltet. So konnten wir Donnerstag erst um 12:00 Uhr auf den Camping fahren, bis alles abgenommen und der aero abgeladen war, war dann auch der Wind weg, sodass das Training ausfiel. Nun hatte ich die Zeit alle Strecker und Leinen neu zu spleißen.

Zu Nachlässigkeiten draußen am Startschiff (Flaggen fehlten, wir starteten mit RS 500 gleichzeitig, etc.) kam hinzu, dass von vornherein die Targetzeiten, ohne ersichtlichen Grund von 50 min auf 35 min runtergesetzt wurden. So hatten wir tägliche Wasserzeiten von 6 Stunden und mehr, sind aber nur max. 3 mal 30 min (teilweise nur  3 x 27 min) pro Tag gesegelt.

Das ist meiner Meinung nach einer Travemünder Woche nicht würdig und steht zu dem oben beschriebenen Aufwand in keinem Verhältnis.

Positiv zu bemerken waren die Wasserschiedsrichter, die gnadenlos, leider auch mit Vollgas, durchs Feld pflügten und Regelverstöße ahndeten. Bis hin zu DNE und zwangsweisen Aufgaben der Wettfahrten.

Zu den Wettfahrten: Am 1. Tag starteten wir leider zusammen mit den RS 500, was besonders beim Start und auf den Downwindkursenschwierig war, weil die Gennackerboote stetig durch uns durch luvten. Wind um 6-9 kn relativ stetig. Also genau der Wind, den ich noch dringend öfter üben muss. Nach Abbruch der Wettfahrt, weil die Tafeln für den Kurs noch falsch hingen, gab es einen Neustart mit Innerloop statt Outerloop und nur 2 Runden, das hatte die Spitzengruppe wohl verpeilt und fuhr 3 Runden. So kam ich unverdient zu einem 9. Platz. Die nächsten beiden Wettfahrten verliefen geordneter, ein weiterer 11. und 13. Platz entsprachen meinem momentanen Leistungsniveau in diesem starken Feld.

Tag 2: Bei sehr wenig Wind, die Vorhersagen lagen bei Wind erst ab dem Nachmittag, pumpte ich mich ab 10:00 aus der Trave  und 4 sm bis zum Startschiff. Das aber in einer Superzeit von 1:38. Die erste Wettfahrt um 12:00 wurde dann abgebrochen. Die nächste gab es erwartungsgemäß um 15:15. Am Ende wurden es drei Wettfahrten bei 3 Bft., mit ähnlichen Ergebnissen wie am Vortag: 12 - 12 -10. Mein 12. Platz gesamt schien nun meine Aussichten auf einen Platz unter den ersten 10 in weite Ferne zu rücken.

Tag 3: Es wurde planmäßig um 11:00 gestartet. Die RS 500, nach unseren Bitten bei der Regattaleitungnung, nun im Feld der Fevas. Die wurden dann aber leider auf den gleichen Kurs wie wir geschickt und 5 min vorher gestartet. So mussten wir durch ein noch größeres Feld langsamerer Gennackerboote hindurch kreuzen. Kurz vor dem Ziel hatte ich das Glück, dass zwei Fevas vor mir weghalsten und die anderen links im Feld zuparkten. Aus einem klaren 13. wurde ein glücklicher 9. Platz.

Der Wind schlief wie erwartet ein und es kam AP über Hotel. An Land angekommen, sorgten Peter und ich dafür, dass auch am Grünstrand, wie in den Segelanweisungen  vorgegeben unser AP für Hotel hingehängt wurde. So konnten wir am Wohnwagen entspannen.

Um 16:00 Uhr, als schon alle gar in der Sonne bruzelten, wurde AP runtergezogen. Nochmal raus !? Ein paar glaubten, es gäbe eh keine Wind mehr und blieben daheim. Aber grade am Startschiff angekommen, kam ordentlich Wind mit bis zu 15 kn. Mein Wind, endlich!

Nach einem schönen Start, lag ich von Anfang an auf drei hinter Marcus und Juliane. Die Jugendlichen hatten, ob des starken Windes nun kaum eine Chance, wie wir an den Vortagen. Außer Juliane, die kann bekanntlich von 1 - 30 kn alles. Den dritten Platz mußte ich aber leider auf dem Downwind an Holger und Florian abtreten, die mich bei abflauendem Wind noch einholten. Trotzdem ein geiler 5. Platz.

Im nächstem Rennen habe ich mich wieder mit dem Trimm bei 3 Bft. und Welle rumgeschlagen, es will mir einfach noch kein vernünftiger Bootsspeed bei dieser Windstärke gelingen. Dadurch, dass ein paar drin geblieben sind, gabs aber hier eine 9 für mich.

Die Top 10 rückte also wieder in Reichweite. Sollte es morgen noch Wettfahrten geben, denn die Vorhersage lies etwas anderes vermuten.

Tag 4: Hurra, es geht pünktlich raus, um 11:00 wird gestartet. Trotz wenig Wind kriegt es die Regattaleitung hin, tatsächlich 3 weitere Wettfahrten durchzuziehen. Diesmal mit sehr wenig Wind, um 4 kn. Also anstrengen und kämpfen. Es gelingt mir an Dirk dran zu bleiben und ihn, wie auch Holger, in einer Wettfahrt hinter mir zu lassen. 10 - 10 - 11 ...

...geschafft! Das reicht knapp für den 10. Platz, weil Yannic-Tim nach der dritten Ermahnung in den letzten drei Tagen, ein RET ziehen und nach Hause fahren muss.

Insgesamt unter den Teilnehmern der Deutschen KV ein Platz 7. Jahresziel erreicht!

Nachdem ich schon den aero komplett wieder verpackt hatte, kam Marcus und lud mich zum Trave-Race ein. Die Vaurien fielen, weil noch auf der Regattabahn, aus und es wurden 6 aero gesucht. Ok, wann bekommt man schon mal diese Gelegenheit und ordendlich Wind stand auch in der Trave. Also alles wieder aufriggen und los.

Mein Halbfinale mußte ich allerdings als Opfer gegen die beiden Schweizer Jugendlichen, Timo (Platz 1) und Jeremy (Platz 4), bestreiten. Es hat trotzdem Spaß gemacht und war bis zu dem ersten Downwind,  an zweiter Stelle liegend, noch spannend. Tja, dann hat Jeremy mal Gas gegeben und ich konnte meinen aero wieder einpacken.

Quintessenz der Travemünder Woche: Die aero Klasse wuchs weiter zusammen, auch ob der Probleme auf dem Platz, das ist das Positive. Die Woche selber werden wohl nicht mehr viele von uns mitmachen, meiner einer bestimmt nicht mehr, solange es so organisiert wird.

Liebe Leute der Travewoche - die Toiletten und Duschen am Grünstrand kann man auch mal sauber machen, das war unter aller Sau.

Ein Gedanke zu „RS aero IDM / Travemünder Woche

  1. Peter

    Mir hat die Travemünder Regatta sehr gut gefallen. Zwar fehlte adäquater Wind und für den Aero wünscht man sich Halbwindkurse statt Up and Down. Sicher gibt es noch andere Gründe, das eine oder andere zu kritisieren, aber es war dennoch eine klasse Zeit. Camping am Grünstrand war super, im Park hätte mir nicht gefallen. Nächstes Jahr bitte Camping und Boote am Grünstrand!

    Antworten

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