Archiv der Kategorie: Regattaberichte

Langener Waldsee RS Aero Cup DSCL

RS Aero Challenge – Langen, Germany

15/09/2018 – 16/09/2018

Write-Up

Langener Waldsee RS Aero Challenge – Frankfurt, Germany, 15/16 November,

by Jörn Domres

Hosted by Dreieich Segelclub Langen e.V. 14 RS Aero 7s were entered for a weekend of racing.

Wie im letzten Jahr fand die Veranstaltung bei herrlichem Sommerwetter statt, auch mit wenig Wind um 1-4 kn.

Es wurden drei Wettfahrten am Samstag und eine am Sonntag gefahren, dank dem Wettfahrtleiter Gert Keppler, der sich durch lästige Flautenlöcher nicht darin hindern ließ hier seine Wettfahrten auf das Wasser zu bringen.

Für die Segler brauchte es viel Geduld, ein untrügliches Gespür, wo der Wind als nächstes wieder auftauchen würde. Und auch ein hohes Maß an Frust-Toleranz, wenn mal wieder das halbe Feld an einem vorbeigefahren ist.

Wie immer machten das Marcus Walther und Juliane Barthel am besten, gefolgt von Darius Fekri, ein bekennender Lasersegler, zu Gast bei den Aeros.

Ganz herzlich begrüßten wir zwei neue Regattasegler mit jetzt eigenem Aero, Petra Dege und Phillip Nann.

Eine sehr schöne Veranstaltung, dank der tollen Organisation und der Hilfe vieler Vereinsmitglieder vor Ort.

 4 races, 1 discard
R Sail No. Name Club R1 R2 R3 R4 Ges P
1 GER 1723 Marcus Walther Dreieich Segelclub Langen e. V. 1 1 (2) 2 6 4
2 GER 1903 Juliane Barthel Segler-Club Dümmer e. V. 4 2 1 4 11 7
3 2317 Darius Fekri Dreieich Segelclub Langen e. V. (5) 3 3 1 12 7
4 GER 1524 Holger Techen Dreieich Segelclub Langen e. V. 2 7 (DNF) 3 27 12
5 GER 2037 Stephan Möller Segel-Club Sorpesee Iserlohn e. V. 3 5 5 (11) 24 13
6 1369 Thomas Beneker Weser Yacht Club Bremen e.V. 6 (OCS) 4 5 30 15
7 GER 1909 Jörn Domres Seglerverein Harlebucht e.V. 7 4 (9) 7 27 18
8 GER 2036 Christian Lemmer SC Fischlaken e. V. Essen-Werden 10 6 7 (13) 36 23
9 1961 Henry Lemmer SC Fischlaken e. V. Essen-Werden (9) 9 8 6 32 23
10 GER 1541 Phillip Nann Blankeneser Segel-Club e. V. 8 10 (DNF) 8 41 26
11 GER 2481 Frank Meyer Kanu-Segel-Club Hemer e. V. (13) 8 10 9 40 27
12 GER 2653 Petra Dege Bocholter Yacht Club e. V. (12) 11 6 12 41 29
13 GER 1720 Holger Alix Offenbacher Ruderverein 1874 e. V. 11 (12) 11 10 44 32
14 GER 1528 Simon Sennhenn Dreieich Segelclub Langen e. V. (DNF) (DNC) (DNC) (DNC) 60 45

 

 

 

Race 3

Tag 2/ race 3

fleet blue (Quali)

Datum  Dienstag, 07.08.2018
Ort: Weymouth-Bay / England
Windmessungen 6 kn –  260° auf 9 kn aus 250°
Beobachtungen: 75% Bewölkung , 19 °, leicht auflockernd
Wasserzeit/Tag 08:00
Segelzeit 48:18
Strategie outerloop . Linke Seite bevorteilt. Start am Pin End, dann über Links aufkreuzen.
Start Startroutinen eingehalten. Startposition nicht gut gefunden. Zu wenig Platz nach Lee. Losfahren zu zögerlich, wegen Blackflag.
Nachstartphase Schnell im Abwind der beiden in Lee Gestarteten. Durch zwei kurze Wende bis unter das Feld. Eigendlich gut, aber Jens will nicht ducken, so muss ich hinter ihn wenden und ihn erst laufen lassen bis ich freine Wind habe.
1. Kreuz 1965 m durchschnittlicher sWw 46-51°, VMG 4,4 kn, Heel 5-11°, gute 1.Kreuz mit nur zwei Schlägen und Lift.
1. LuvT-Annäherung unproblematisch mit freiem Wind 90 m vor dem Fass auf Layline. Etwas bergab.
1. LuvT-Rundung auch ohne Probleme, kann den Innenlieger an der Tonne überlaufen.
1. Reach 851 m. Guter Heel und Speed, AVG 6,6. kein Gewinn – kein Verlust
1. ReachT-Rundung prima kann GBR 2224 mit Innenrecht reinziehen.
1. Downwind 1318 m VMG 5,3 Guter Bootspeed, teilweilse über 6,5 kn. kann 3 Plätze gutmachen. Leider ist der Downwind mit 5er voll, sodaß ich mich erst spät vor dem Gate für die rechte Seite entscheide.
1.LeeT-Rundung Sehr gute Rundung, komme mit etwa 10 m mehr Höhe über zwei Vorläufern raus.
2. Kreuz Strategie: Im Outerloop ist die rechte Seite bevorteilt. 1688 m VMG 4,4 kn. Super Kreuz auf den Streckern durchschnittlicher Winkel 76°!
2. Lt-Annäherung Der Wind dreht am Ende der Kreuz 10 ° nach links. Daher Überhöhe auf der Layline
2. Rundung frei von den anderen, mit Luvbogen.
2. Downwind 1356 m VMG 5,7. wieder mit ordendlichem Leebogen zur Tonne.
Annäherung Rt(5) Ziehmlich voll bei der Annäherung. Um kein Risiko zu gehen halte ich mich frei von ein paar Innenliegern.
Rundung Rt(5)
muss einen Innenlieger rein lassen, komme dann aber gut nach Luv über das Feld.
Reach ins Ziel 169 m AVG 7kn. kurz vor dem Ziel kann ich noch einen, der in Lee in der Abdeckung hängt einholen. Einen zweiten auf der Ziellinie leider nicht.
Ergebnis 36 in dem gestarteten Fleet, Rang 11 im silver Fleet
Bewertung Schlechter Start und bescheidene Nachstartphase bescheren mir an der ersten Luvtonne den vorletzen Platz. Zwei saubere Downwind und eine Top-2. Kreuz retten eine erträgliche 36. Heel war besser als bisher.

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Race 2

Tag 1/ race 2

fleet blue

Datum  Montag, 06.08.2018
Ort: Weymouth-Bay / England
Windmessungen 6 kn –  240° rückdrehend auf 220° 7kn
Beobachtungen: strahlend blauer Himmel , 25 °, alte Welle, die nicht zum Wind passt
Wasserzeit/Tag 03:45
Segelzeit 58:54
Strategie outerloop . Linke Seite bevorteilt. Start am Pin End, dann über Links aufkreuzen.
Start Startroutinen eingehalten. Startposition gut gefunden und gehalten. Überlaufen bei Startschuss, weil zu wenig Speed im Boot. Freier Wind mit Leedurchbruch
Nachstartphase sehr schnell im freien Wind mit Lift. Eigendlich guter Schlag, hätte drauf bleiben sollen.
1. Kreuz 2216 m durchschnittlicher sWw 54°, VMG 4,2 kn, Heel 15-25°,
1. LuvT-Annäherung Konnte nicht bis Layline auf dem Lift bleiben, weil drei mit Wind von rechts kamen. USA 2658 unterwendet, dann selbst unterwendet von GBR 2542. nächste Wende wieder auf Streckbug, muss aber GBR 2270/NED1841 ducken. Guter Lift bis Layline. Mit freiem Wind aber Kackwende auf Layline (284m vor Fass). Trotz Luvbogen und ordendlich Überhöhe setzen sich noch zwei über mich auf die Layline? Wieder ium Abwind, an der Tonne kommt USA 2658 vor durch noch höher.
1. LuvT-Rundung Ok. Versuche den Leedurchbruch, USA 2658 fängt aber hier schon an Zweikämpfe zu machen.
1. Reach 832 m. Werde USA 2658 nur mit zu viel Höhe los. Sie nervt und wir verlieren beide Plätze.
1. ReachT-Rundung ganz ok, viel falsch zu machen gab es ja nicht. 11 s hinter USA 2658
1. Downwind 1276 m mit VMG 4,3. Läuft mal wieder gut bergab. USA turnt vor mir rum anstatt zu segeln, da ich schneller bin und sie mir einfach den Weg vesperrt? Ein langer Leebogen verleitet sie dazu sich mit anderen anzulegen. Wir sehen uns 200 m vor dem Gate wieder. Halte auf die rechte Gate Seite. Sie versucht sich mit Überlappung reinzudrängeln und fährt mir hinter rechts ins Boot, dann ohne zu kringeln links durchs Gate.
1.LeeT-Rundung Sehr gut im Gate rechts. Kann NL2309 der von der linken Gate-Seite kommt noch innen überholen.
2. Kreuz Strategie: Linke Seite bevorteilt. Über Links aufkreuzen möglichst mit freiem Wind. Erst oben an der Tonne auf Layline. Der Plan ging auch gut auf. Keine Taktik nötig mangels Gegner auf der linken Seite. 1879m VMG 4,2
2. Lt-Annäherung sehr gut, zwischen den Downwindern durch 38 m vor dem Fass auf die Layline.
2. Rundung gute Rundung 5 s hinter Oma
2. Downwind 1291 m VMG 4,1. wieder mit ordendlichem Leebogen zur Tonne.
Annäherung Rt(5) Bin mit Vorsprung vor Oma, die wohl Hudel hatte, daher lasse ich das Spitzenfeld der 9er, mit GER 1723, an der Tonne rein.
Reach ins Ziel 332 m AVG 4,4. im Abwind der 9er in Luv
Ergebnis 41 in dem gestarteten Fleet, Rang 17 im silver Fleet
Bewertung Größtes Manko ist das Boot mit zuviel Heel zu fahren. Grade muss das Ding

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Race 1

Tag 1/ race 1

fleet blue

Datum  Montag, 06.08.2018
Ort: Weymouth-Bay / England
Windmessungen 6 kn –  270° rückdrehend auf 240
Beobachtungen: strahlend blauer Himmel mit ein paar Höhenwolken, 25 °, alte Welle, die nicht zum Wind passt
Wasserzeit/Tag 01:00 bis Start
Segelzeit 35:06
Strategie outerloop mit Luvtonne rechts vom Startschiff. Keine Seite bevorteilt. Start in Lee vom Pulk am Startschiff, dann über die Mitte aufkreuzen.
Start Startroutinen eingehalten. Startposition gut gefunden und gehalten. Überlaufen bei Startschuss, weil zu wenig Speed im Boot.
Nachstartphase sehr schnell im Abwind und in zweiter Reihe, unnötiger zweiter Schlag nach backbord.
1. Kreuz 1436 m durchschnittlicher sWw 52°, VMG 4,3 kn, Heel 13-20°,
1. LuvT-Annäherung Konzeptlos! erst unterwendet und hochgeluvt – dann kopflos bergabfahrend – um sich im Feld auf der Layline hinter einem Dutzend Booten einzuorden. Hier habe ich am meisten Plätze verloren.
1. LuvT-Rundung mit Überhöhe und 25° Heel – ohne Hängen und Speed . Grausig!
1. Reach ich mache eine schöne Spazierfahrt zur nächsten Tonne. Anscheinend mit allem zufrieden, versuche ich nix. 485 m AVG 5,5 kn
1. ReachT-Rundung ganz ok, viel falsch zu machen gab es ja nicht.
1. Downwind 713 m mit VMG 4,1. Auf dem Downwind guter Bootspeed gegenüber den Gegnern.
1.LeeT-Rundung Sehr gut im Gate links.
2. Kreuz Strategie: Linke Seite bevorteilt. Wind dreht nach links also zuerst nach links. Tatsächlich guter Lift auf der Seite. 1132 m – VMG 4,0
2. Lt-Annäherung ca. 100 m in Lee der Tonne mußte ich die Boote auf dem Downwind kreuzen , um auf die Layline zu kommen. Leider kamen auch die aus dem yellow Fleet, die einen Innerloop gefahren waren. So war die Annäherung sehr langsam. Dann
Dreher nach Links, bei Wende auf Layline. Tonne liegt nicht an, also zwei Wenden mehr mit Bergabfahrten, um zu ducken.
2. Rundung gute Rundung
2. Downwind ca. 5 Sek aufgeholt auf GBR 1582. 681 m VMG 4,4
Annäherung Rt(5) gute Taktik mit Innenrecht vor GBR 1582. Gute Tonnenrundung.
Reach ins Ziel 157 m AVG 5,5
Ergebnis 42 in dem gestarteten Fleet, Rang 17 im silver Fleet
Bewertung Es ist kein Grund nachlässig zu segeln und nur so mitzufahren, weil einem die Windstärke nicht liegt und andere mit weniger Kilo und Jahren auf der Uhr, besser bei den Bedingungen segeln . Gute Tonnenrundungen werten die schlechte Segelleistung nicht auf. Die Strategie in der Mitte aufzukreuzen ging in dem großen Feld nicht auf. Hier braucht es mehr Blick nach draußen. Taktik spielt hier eine größere Rolle als Strategie.

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Tag 3 WM Weymouth

Heute war die Kondition entscheidend. Schon beim Rausfahren (5sm downwind) merkte ich deutlich die Tage zuvor. Es wollte irgendwie nicht so recht anlaufen. Bei 12 kn Wind aus 220° machte ich vorsichtshalber mal 8 Halsen, um wieder reinzukommen. Vor dem Start eine kurze Kreuz dann spielten die Oberschenkel langsam wieder mit. Am Anfang tuts halt weh…

….Anlaufschmerz

Der Start vom ersten Race verlief mäßig. In taktisch ungünstiger Position (zu viele Jugendliche Engländer als Nachbarn) verlief die Nachstartphase bescheiden. Bald war ich in zweiter Reihe, fand aber noch die Lücke nach rechts auf den Streckbug. Ansonsten verlief alles unerwartet planmäßig. Mit guter Höhe und den Lifts auf der besseren rechten Seite konnte ich noch eine 36 ziehen.

Race 2 war bisher das spannenste und hatte bei weitem den Größten Vergnügungsfaktor. 15+ kn, die ersten Wellen stellten sich ein und es gab geile Downwindsurfs. Am Startschiff sofort rechts raus war wieder gut. Als 5. Boot in der Nachstartphase mein bisher bester Start. Eine 29.

Race 3 20 kn +. Jetzt richtig Welle gegenan. Start am Startschiff in Lee von den Reindränglern mit gut Platz nach Lee. In der Nachstartphase volle Höhe kneifen bis die Jungs keinen Bock mehr hatte und nach 20 Sek wegwendeten. Da war das Loch nach rechts. Ein Lift bis zur Layline hart zu segeln mit den hohen Wellen, aber U-20 an dieser Stelle. In der Wende die Schot nicht freibekommen und ab in den Kanal. Auch nicht aufs Schwert, der Fuß hing in Schot und Ausreitgurt fest. Ok, wenn der Kahn ganz umgedreht ist kommt man eh am schnellsten wieder drauf.  Leider ist dann auch noch der Kicker voll dicht und der Baum kommt von Luv. Bumms, hat mich aero-tic quasi wie beim Golf, am Schädel von Bord gehauen. Gut –  einmal durchtauchen, andere Seite aufrichten, und wieder reinziehn.  Da fehlte mir doch ein wenig der Sauerstoff. Scheiße kalt der Kanal. Es gibt einen Segelgott! Die drei die zuletzt an mir vorbei gefahren sind, als ich baden war, flogen auf dem Downwind in den Teich. Naja, ich konnte noch 5 wieder einfangen.  32

Mensch, das war ein geiler Segeltag. Platt wie tausend Mann, aber glücklich…

Nun bin ich im Silber-Fleet. Insgeamt verbessert auf 66 und bei den Masters 15 . Morgen starte ich als 14. im Silber-Fleet in die letzten 5 Races. 10 Punkte nach oben und 10 nach unten. Mal sehen was noch geht. Hoffentlich halten die Oberschenkel.

 

Tag 2 WM Weymouth

Der zweite Tag fing mit einem mulmigen Gefühl an. Es sollte Wind kommen, aber wir liefen gegen 10:30 bei 3-4 kn Wind aus. Da war schon mal die erste Stunde bis zum Startschiff rum.

Aber kaum ging AP runter drehte der Wind auf 220° und blies mit guten 10 kn. Aha, scheinbar doch mein Wind heute. Aber das erste Start war mal ganz daneben. Am Pin raus war die Idee. Überlaufen von drei jugendlichen Briten, die mir mal ordendlich Abwind verpassten, als die erste Lücke zum Wenden da war kam mir Jens vor die Flinte, der aber mit Teamspirit bei einer WM nix zu tun hatte. Also drunter wenden und Jens drüber laufen lassen. Spielchen im eigenen Team, da halt ich nix von. So war ich dann an der Luvtonne Vorletzter!

Aber der Wind nahm merklich zu, auf den beiden Downwinds im Outerloop und der zwischenliegenden Kreuz konnte ich noch 15 Boot einholen. Immerhin 36 im Ziel.

Der zweite Lauf war bisher mein bester, knall geiler Start am Startboot, und die Lücke nach rechts perfekt getroffen. Dann hängen bis der Arzt kommt bei 15+ Wind. Eine für mich stolz erkämpfter und bis ins Ziel verteidigter 26.

Nun begann das Dielemma, Startverschiebung wegen Bahnverlegung um 30° nach recht. Zuvor mußten aber noch die gestarteten 9er durch das Gate und das gelbe 7er Fleet in den Innerloop.

Dann Startabruch, wegen Winddreher, dann Recall ein paar zu viele über der Linie. Nun Pause bis die Bahn erneut verlegt war. Der nächste Start ging in die Hose, weil die Startlinie kaum mit Amwind hochzufahren war. 90 min Gedöns, wo keiner was zu kann. Aber die Sonne war weg, mein Wasser ausgelaufen, und ich war müde und fröstelte so vor mich hin.

Das Dritte Race war aber genau so gut und spannend wie das zweite und endete mit einer 28

Nun bin ich wieder im Soll. Gesamt 69 und 17 bei den Masters.

Tag 1 WM Weymouth

Die ersten beiden Races der Quali verliefen bei 6-8 kn aus SW und herrlichem Sonnenschein eher mäßig. Aber eben bei der Windstärke erwartungsgemäß.

In dem Großen Feld, es sind über 200 aero auf der Bahn, geht einfach nichts durch die Mitte. Selbst wenn die linke Seite klar im Vorteil ist, darf man nicht zu früh durch die Mitte auf die Layline wechseln. Da parkt man regelrecht ein. Direkt an der Tonne rein ist bei der Anzahl Booten zu viel Risiko, ein kleiner Fehler und es fahren mal eben 20 Boote vorbei.

Insgesamt zusammen gerechnet aus beiden Fleets, 83 von 103 und 23 bei den Masters. Also noch Luft zum Saisonziel, 20 bei den Masters.

Also für morgen, nach Video-Analyse, besser auf Streck und Holebug achten und mehr Risiko über links an der Tonne bzw. wenn über rechts, die letzten Schläge nicht zu dicht in die Mitte ziehen.

Video gibt es erst nach der WM, das hier noch zu editieren abends , dafür fehlen mir die Körner.

RS aero IDM / Travemünder Woche

Die diesjährige Travemünder Woche entsprach leider nicht den Erwartungen, die man an eine solche Veranstaltung haben kann.

Es wurde der Camping an der Tornadowiese gestrichen und  an den Grünstrand verlegt, der 1,8 km entfernt lag. Auf der Tornadowiese allerdings mussten zwingend die Boote liegen, was mit IN/OUT Checkpoint vor Ort auch nicht umgangen werden konnte und sogar laut Segelanweisung mit Strafpunkten belegt werden konnte, wenn man woanders startete.

So hatten wir jeden Tag eine Anreise vom Camping bis Startschiff Regattabahn „Hotel“ von etwa 2:30 h. Bei wenig Wind brauchte man sehr lange,  um zum Startschiff zu segeln/pumpen.

Der Camping wurde sehr bürokratisch und kleinlich verwaltet. So konnten wir Donnerstag erst um 12:00 Uhr auf den Camping fahren, bis alles abgenommen und der aero abgeladen war, war dann auch der Wind weg, sodass das Training ausfiel. Nun hatte ich die Zeit alle Strecker und Leinen neu zu spleißen.

Zu Nachlässigkeiten draußen am Startschiff (Flaggen fehlten, wir starteten mit RS 500 gleichzeitig, etc.) kam hinzu, dass von vornherein die Targetzeiten, ohne ersichtlichen Grund von 50 min auf 35 min runtergesetzt wurden. So hatten wir tägliche Wasserzeiten von 6 Stunden und mehr, sind aber nur max. 3 mal 30 min (teilweise nur  3 x 27 min) pro Tag gesegelt.

Das ist meiner Meinung nach einer Travemünder Woche nicht würdig und steht zu dem oben beschriebenen Aufwand in keinem Verhältnis.

Positiv zu bemerken waren die Wasserschiedsrichter, die gnadenlos, leider auch mit Vollgas, durchs Feld pflügten und Regelverstöße ahndeten. Bis hin zu DNE und zwangsweisen Aufgaben der Wettfahrten.

Zu den Wettfahrten: Am 1. Tag starteten wir leider zusammen mit den RS 500, was besonders beim Start und auf den Downwindkursenschwierig war, weil die Gennackerboote stetig durch uns durch luvten. Wind um 6-9 kn relativ stetig. Also genau der Wind, den ich noch dringend öfter üben muss. Nach Abbruch der Wettfahrt, weil die Tafeln für den Kurs noch falsch hingen, gab es einen Neustart mit Innerloop statt Outerloop und nur 2 Runden, das hatte die Spitzengruppe wohl verpeilt und fuhr 3 Runden. So kam ich unverdient zu einem 9. Platz. Die nächsten beiden Wettfahrten verliefen geordneter, ein weiterer 11. und 13. Platz entsprachen meinem momentanen Leistungsniveau in diesem starken Feld.

Tag 2: Bei sehr wenig Wind, die Vorhersagen lagen bei Wind erst ab dem Nachmittag, pumpte ich mich ab 10:00 aus der Trave  und 4 sm bis zum Startschiff. Das aber in einer Superzeit von 1:38. Die erste Wettfahrt um 12:00 wurde dann abgebrochen. Die nächste gab es erwartungsgemäß um 15:15. Am Ende wurden es drei Wettfahrten bei 3 Bft., mit ähnlichen Ergebnissen wie am Vortag: 12 – 12 -10. Mein 12. Platz gesamt schien nun meine Aussichten auf einen Platz unter den ersten 10 in weite Ferne zu rücken.

Tag 3: Es wurde planmäßig um 11:00 gestartet. Die RS 500, nach unseren Bitten bei der Regattaleitungnung, nun im Feld der Fevas. Die wurden dann aber leider auf den gleichen Kurs wie wir geschickt und 5 min vorher gestartet. So mussten wir durch ein noch größeres Feld langsamerer Gennackerboote hindurch kreuzen. Kurz vor dem Ziel hatte ich das Glück, dass zwei Fevas vor mir weghalsten und die anderen links im Feld zuparkten. Aus einem klaren 13. wurde ein glücklicher 9. Platz.

Der Wind schlief wie erwartet ein und es kam AP über Hotel. An Land angekommen, sorgten Peter und ich dafür, dass auch am Grünstrand, wie in den Segelanweisungen  vorgegeben unser AP für Hotel hingehängt wurde. So konnten wir am Wohnwagen entspannen.

Um 16:00 Uhr, als schon alle gar in der Sonne bruzelten, wurde AP runtergezogen. Nochmal raus !? Ein paar glaubten, es gäbe eh keine Wind mehr und blieben daheim. Aber grade am Startschiff angekommen, kam ordentlich Wind mit bis zu 15 kn. Mein Wind, endlich!

Nach einem schönen Start, lag ich von Anfang an auf drei hinter Marcus und Juliane. Die Jugendlichen hatten, ob des starken Windes nun kaum eine Chance, wie wir an den Vortagen. Außer Juliane, die kann bekanntlich von 1 – 30 kn alles. Den dritten Platz mußte ich aber leider auf dem Downwind an Holger und Florian abtreten, die mich bei abflauendem Wind noch einholten. Trotzdem ein geiler 5. Platz.

Im nächstem Rennen habe ich mich wieder mit dem Trimm bei 3 Bft. und Welle rumgeschlagen, es will mir einfach noch kein vernünftiger Bootsspeed bei dieser Windstärke gelingen. Dadurch, dass ein paar drin geblieben sind, gabs aber hier eine 9 für mich.

Die Top 10 rückte also wieder in Reichweite. Sollte es morgen noch Wettfahrten geben, denn die Vorhersage lies etwas anderes vermuten.

Tag 4: Hurra, es geht pünktlich raus, um 11:00 wird gestartet. Trotz wenig Wind kriegt es die Regattaleitung hin, tatsächlich 3 weitere Wettfahrten durchzuziehen. Diesmal mit sehr wenig Wind, um 4 kn. Also anstrengen und kämpfen. Es gelingt mir an Dirk dran zu bleiben und ihn, wie auch Holger, in einer Wettfahrt hinter mir zu lassen. 10 – 10 – 11 …

…geschafft! Das reicht knapp für den 10. Platz, weil Yannic-Tim nach der dritten Ermahnung in den letzten drei Tagen, ein RET ziehen und nach Hause fahren muss.

Insgesamt unter den Teilnehmern der Deutschen KV ein Platz 7. Jahresziel erreicht!

Nachdem ich schon den aero komplett wieder verpackt hatte, kam Marcus und lud mich zum Trave-Race ein. Die Vaurien fielen, weil noch auf der Regattabahn, aus und es wurden 6 aero gesucht. Ok, wann bekommt man schon mal diese Gelegenheit und ordendlich Wind stand auch in der Trave. Also alles wieder aufriggen und los.

Mein Halbfinale mußte ich allerdings als Opfer gegen die beiden Schweizer Jugendlichen, Timo (Platz 1) und Jeremy (Platz 4), bestreiten. Es hat trotzdem Spaß gemacht und war bis zu dem ersten Downwind,  an zweiter Stelle liegend, noch spannend. Tja, dann hat Jeremy mal Gas gegeben und ich konnte meinen aero wieder einpacken.

Quintessenz der Travemünder Woche: Die aero Klasse wuchs weiter zusammen, auch ob der Probleme auf dem Platz, das ist das Positive. Die Woche selber werden wohl nicht mehr viele von uns mitmachen, meiner einer bestimmt nicht mehr, solange es so organisiert wird.

Liebe Leute der Travewoche – die Toiletten und Duschen am Grünstrand kann man auch mal sauber machen, das war unter aller Sau.

T34 Zomerzondagwedstrijden Rhederlaag / Giesbeek

Christian Lemmer und ich waren gestern in den Niederlanden, zu Gast beim W.S.V. Giesbeek.

Gerard Vos hatte dazu eingeladen. Leider kamen sonst keine weiteren Aeros aus den Niederlanden. Außer uns waren noch 11 Solos und ein Blade F16 Cat am Start.

Das Wetter war hochsommerlich. Ein linearer Wind von etwa 8 kn aus 40°, der sich mit schöner regelmäßigkeit alle 8-10 min verstärkte auf 9 kn oder abflachte auf 3 kn.

Die Regattaleitung startete alle 4 Läufe regelmäßig durch, ob nun Wind war oder nicht. Aber die Läufe hatten durchschnittlich bei Dreieck und Wurst (rechtsherum) immer eine Länge von 40 min. Insgesamt also eine gute Sache.

Nachdem Gerard den ersten Lauf für sich entscheiden konnte, verlor er im zweiten Lauf die Startkreuz, pokerte wohl zu hoch, sodaß Christian seinen Vorsprung auch noch bis ins Ziel verteidigen konnte. Der dritte Lauf nach dem Mittagessen ging wieder nach spannenden Führungswechseln mit 6 Sekunden Vorsprung an mich.

Der letzte Lauf war heiß umgekämpft. Auf dem letzten Downwind erarbeitete sich Gerard einen ordendlichen Vorsprung den er ins Ziel verteidigen konnte.

Immerhin Gerard ist in den Niederlanden, nach seinem Mastersieg bei den 9er in Carnac(WM) der Maßstab.

In unserer Gruppe startete noch Geert Ruesink, der mit seinem Cat unter Gennacker nicht zu schlagen war. Bemerkenswert, er war alleine und sein Handicap ist, er hat nur einen Arm mit dem er segeln kann. Tolle Leistung!

Hier sollten öfter Regatten für Aero stattfinden, ein feines Revier!

Gefahrene Zeiten und Plätze

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International RS Aero Regatta Lake Maggiore – Maccagno, Italy

Maccagno ist ein idealer Ort zum Segeln. Es gibt vormittags von 8-10 Uhr Wind aus Nord mit 4-5 Bft und ab 13 Uhr bis 17 Uhr Wind aus Süd mit 3-4 Bft. Durch den kühlen See weht der Wind sehr beständig immer aus den gleichen Richtungen und fast ohne Böen.

Die Organsation der Regatta war super. Es gab sehr gutes Essen in einem schönen Club am See. Tolle Fotos wurden gemacht und während der Abende auf der Leinwand gezeigt.

Auch die Regattaleitung wußte was sie tat. Pünktlich wurde angepfiffen und tatsächlich je zwei Läufe a 40 min am Vormittag und am Nachmittag durchgeführt. Alle 8 Läufe  hattten super Windverhältnisse und man hatte Mittags Zeit zum chillen oder eine Protestverhandlung zwischendurch.

Das Feld war international stark besetzt. In allen Läufen waren alle immer dicht beieinander. Mit Luvduellen auf dem Reach und Innenbahnkämpfen auf dem Downwind. Spannender geht es glaube ich kaum. Erst im letzten Lauf konnte sich Markus Walther durch eine phantastische Aufholjagt vom 8 auf den 3 Platz hocharbeiten und sicherte sich damit den Gesamtsieg bei den 7er.

Meiner einer konnte froh sein, im Feld mitzufahren und um die Plätze 7-9 zu kämpfen. Bin aber sehr zu frieden mit der seglerischen Leistung und den Fortschritten, die ich hier in dem starken Feld machen konnte.

Was kann man zu Maccagno noch sagen, wir bleiben noch drei Tage länger hier und werden ganz sicher zum Training und auch zur nächsten Regatta in 2019 wieder hier sein. Das Gesamt-paket war klasse und sollte man sich nicht entgehen lassen.